SV Annerod - FSG Villingen/Hungen/Nonnenroth     1:1

Sieben Neuzugänge schickte Trainer Lohwasser zum Saisonauftakt auf das Feld. Ferner brauchte der Sportverein eine Viertelstunde, um sich zu akklimatisieren. In jener Findungsphase vergab Daniel Heinz eine gute Möglichkeit zur Gästeführung. Jens Inzenhofer, Torwart des SV Annerods, parierte gut. Ein Wachrüttler, denn fortan gestaltete Annerod das Spiel offener. Das 1:0 war die logische Konsequenz. Tim Backs verwandelte den an Dennis Yilmaz verursachten Foulelfmeter sicher (43.). Wer nun eine selbstbewusste Heimelf in Halbzeit zwei erwartete, sah sich zunächst getäuscht. Flori Müller traf zum 1:1. Nach einem öffnenden Pass von der rechten Seite stand Müller halblinks vollkommen verwaist und hatte einfaches Spiel (49.).

SG Trohe/Alten Buseck II - SV Annerod     1:9

5:0 führte der SV Annerod bereits zur Pause gegen einen Gegner, der völlig plan- und hilflos agierte: Gegen einen Gastgeber mit schlechter Attitüde spielte sich der Gast in einen Rausch. Nach zehn Minuten sorgte Maurizio Berti innerhalb von vier Minuten (10. und 14.) für die 2:0-Führung, die bis zur Halbzeit zu einem 5:0 hochgeschraubt wurde. Denis Yilmaz (22.), Spielertrainer Yves Lohwasser und Tim Raabe komplettierten den Torreigen in Hälfte eins. Das selbe Bild in den zweiten 45. Minuten: Indisponierte Gastgeber, spielfreudige Gäste. Der Spielverlauf sprach Bände: Lohwasser (51.), Günther (71.), erneut Lohwasser (82.) und Berti (85.) machten die Schmach für die SG perfekt. Tjorben Steinke traf zum 1:6 (70.) „Mit fehlen die Worte,“ gab sich Berichterstatter Sven Scheer ob der Leistung der Mannschaft fassungslos.

SV Annerod - TSF Heuchelheim II     4:1

Der SV Annerod verdiente sich den Sieg mit einer engagierten Leistung. Kevin Poll traf zur Führung (32.), der in der zweiten Hälfte einen Doppelpack folgen ließ (49., 64.). Denis Yilmaz erzielte das zwischenzeitliche 3:0. Chew Mukumbang markierte kurz vor Ultimo den 4:1-Schlusspunkt. Neben dem Dreifach-Torschützen Poll imponierte Spielertrainer Yves Lohwasser, der mit mehreren energischen Soli auffiel. Zwei der drei Tore Polls bereitete der nimmermüde Lohwasser jeweils mustergültig per Querpasss vor.

FSG Wettenberg - SV Annerod

Die Physis ist zweifelsfreie eine wichtige Komponente im Fußball. Dies musste gestern Wettenberg auf bittere Weise erfahren. Mit einer hohen Intensität in den Zweikämpfen kaufte der SV Annerod den Gastgebern den Schneid ab. Ferner nahm das Spiel für den Favoriten einen unheilvollen Verlauf. Kevin Poll erzielte das 1:0 (26.). Nur 30 Sekunden später, als die komplette Hintermannschaft der FSG pennte, folgte das 2:0. Die Entstehung klassisch: Flanke, Kopfball Maurizio Berti - Tor. Per Allendörfer verkürzte per Foulelfmeter (67.), Markus Günther antwortete mit einem Doppelpack (75., 82.).

SV Annerod - SG Utphe/T/Inheiden     5:1

Die besten 20 Minuten, die ich in den letzten drei Jahren hier gesehen,“ sagte hernach ein völlig euphorisierter Andreas Reuter. Er meinte damit die Minuten 70 bis 90. Bis dahin stand es noch 1:1. Nach einem Freistoß staubte Gästespieler Diaa Hweesh den Abpraller ab (33.). In der 67. Minute egalisierte Denis Yilmaz die Partie, in der die Einheimischen nach Belieben dominierten. Der Zwischenstand – eine Farce. Doch die vier Treffer in den besagten letzten 20 Minuten sorgten für kollektives Durchpusten und einen auch in der Höhe verdienten Sieg. Die weiteren Torschützen waren: Haris Demirovic per Kopf (73.), Maurizio Berti, der die Spieler nicht nur da zu Slalomstangen degradierte (76.), Yves Lohwasser aus halbrechter Position (82.). Der Schlusspunkt des Spiels war dem Akteur der Partie vorbehalten: Maurizio Berti erzielte mit einem fulminanten Volleyschuss den Endstand (87.).

SG Kinzenbach II - SV Annerod     3:3

Die Abtastphase schenkten sich beide Teams, bereits in Minute eins fiel der erste Treffer. Tim Backs stand nach einem Eckball goldrichtig und traf zum 1:0 für die Gäste. Doch Kinzenbach zeigte prompt eine Reaktion, bereits nach neun Minuten nutzte Spielertrainer Steven Hassler einen Abpraller zum 1:1. Nach 21 Minuten hatten die Hausherren die Partie dann gedreht, als „Verbandsliga-Anleihe“ Viktor Riske einen Foulelfmeter zum 2:1 verwandelte. Und als erneut Hassler nur drei Minuten später auf 3:1 erhöhte, schien die Vorentscheidung früh gefallen zu sein. Doch nach dem Rückstand drehte Annerod auf, hatte aber zunächst doppeltes Lattenpech. Erst nachdem Maurizio Berti nach 70 Minuten per Elfmeter auf 2:3 verkürzt hatte, wurde es nochmal eng. Der Kreisoberliga-Absteiger wurde dann in der 82. Minute für die schwache zweite Hälfte bestraft, der eingewechselte Haris Demirovic sorgte per Kopf für den leistungsgerechten 3:3-Endstand.

SV Annerod - TSV Rödgen     2:4

Andreas Reuter, Vorstand des SV Annerod, schnaubte auch noch eine halbe Stunde nach dem Spiel. Er wusste, dass am Ende die „cleverere Mannschaft gewonnen hatte, wir aber kein schlechtes Spiel gemacht haben“. Eugen Dreiling gelang die frühe 1:0-Führung nach einem Eckball (16.). Nico Siguda gelang per direktem Freistoßtreffer das 2:0 (47.). 13 Minuten später erzielte Yves Lohwasser das 1:2. Nun wurde das Topspiel zur Lohwasser-Dearbone-Show. Erst stellte Dominique Dearbone den alten Abstand wieder her, als er nach einer schönen Kombination frei stand und souverän verwandelte (66.). Erneut sechs Minuten später gelang Annerods Spielertrainer Lohwasser das 2:3. Dearbone traf acht Minuten später nach perfektem Angriffspressing und Umschaltspiel zum Endstand (80.)

Kurdischer FC Giessen - SV Annerod     2:4

Es begann vielversprechend für den Kurdischen FC. Doch dann kam es zum zwischenzeitlichen, kollektiven Kollaps – resultierend aus einer im wahrsten Wortsinn schmerzhaften Auswechslung. In der 10. Minuten musste Öczan Alkan, Lenker und Denker der Heimelf, aufgrund eines Pferdekusses ausgewechselt werden – fortan nahm Annerod das Zepter in die Hand. Maurizio Berti (23.) traf mit einem feinen Distanzkracher zum 1:0; Yves Lohwasser erhöhte zwölf Zweigerumdrehungen später nach einem individuellen Bock in der FC-Defensive auf 2:0. Doch der Kurdische FC gab nicht auf. Öczan Alkan, der zur zweiten Halbzeit wieder auf dem Platz stand, markierte binnen fünf Minuten zwei Treffer – 2:2. Den ersten erzielte er per Kopf (57.), den zweiten per Elfmeter (62.): den er selbst herausholte. Doch Tim Backs (77.) durch einen Foulelfmeter und Denis Yilmaz (89.) nach einem Konter schossen die Gäste zum Sieg – und auf Platz vier des Tableaus. „Annerod hat verdient gewonnen“, konstatierte KFC-Sprecher Mesut Yenigün hinterher fair.

SV Annerod - SF Burkhardsfelden     1:6

Am Ende konnten wir froh sein, dass wir nur sechs Gegentreffer kassiert haben“, pustete Andreas Reuter durch. Aufgeräumt und klar im Kopf. Wohlwissend, dass Burkhardsfelden einfach stärker war. In der 10. Minute fiel der erste Treffer – für Annerod. Nach einer kräftezehrenden Einzelleistung von Haris Demirovic, vollendete Maurizio Berti zur Führung. Zu diesem Zeitpunkt war die Führung leistungsgerecht. Danach? Ein völlig konträres Bild: Burkhardsfelden spielte vertikal nach vorne, mit Power und hoher Intensität. Ein probates Mittel. Erst markierte Julian Horst den schnellen Ausgleich (13.), dann Lukas Turschner via Strafstoß die Führung (24.), die Horst noch ausbaute (31.). Der endgültige Knockout widerfuhr den klar unterlegenen Gastgeber in Minute 54. Alexander Engel wuchtete den Ball an die Latte – einfaches Spiel für Jens Rasch, der nur noch abstauben musste. Nach einer tollen Kombination über mehrere Stationen, jubelte erneut Rasch (69.), der ferner auch den Endstand nach einem schönen Solo beisteuerte – 1:6 (81.).

Freie TSG Giessen - SV Annerod     2:2

Willi Klein blieb kleinlaut. "Unser Ziel ist weiterhin, den Klassenerhalt zu schaffen." Kalkuliertes Unterstatement nach zwei sieglosen Spielen in Folge? Durchaus möglich. Doch Klein konnte mit dem 2:2 gut leben; er war zufrieden. Es begann sehr gut für die Freien. Williams Bellof jr. markierte nach einem feinen Doppelpass mit Sturmpartner Chris Reuling die Führung (36.). Nils Holl (57.) glich aus, Mitspieler Haris Demirovic drehte gar das Spiel (71.). Beide Treffer resultierten aus Standards. Doch Gießen kämpfte, lief gegen eine massierte Deckung an. Marcel Hartmann stocherte den Ball acht Minuten vor Schluss über die Linie zum 2:2. Eine Sequenz mit Symbolcharakter.

SV Annerod - FC Besa Gießen     2:3

Haris Demirovic (5.) hatte für einen SVA-Start nach Maß gesorgt, doch nur acht Minuten später glich Alban Krasniq per Elfmeter aus. Tim Backs (42.) sorgte – ebenfalls per Elfer – für die erneute Anneröder Führung. Doch Besa erwies sich als äußerst kampfstark, glich durch Mergim Bytyqi (56.) erneut aus und erkämpfte sich in Unterzahl (Gelb-rote Karte gegen Kastriot Islami, 78.) in der 93. Minute sogar noch den Sieg durch einen Treffer von Gezim Jetishi.

SV Annerod  - FSG Biebertal     1:2

„Ein Null-Punkte-Wochenende.“ Eine Überschrift, gewählt von Pressesprecher Stefan Reuter. Erst verlor der Sportverein am Freitag äußerst bitter 2:3 gegen Besa Gießen, dann setzte es auch noch gestern ein törichtes 1:2 gegen die FSG Biebertal. „Biebertal hat dreimal auf das Tor geschossen,“ wehklagte er. Jan Crombach gab den Gastgebern den ersten Schlag ins Kontor. Nach einem eröffnenden Pass durch das Zentrum, erst fliegend, dann aufsetzend, kam Letztgenannter an den Ball, nahm ihn mit, schoss –– 0:1. Einfach gepennt. Maurizio Berti antwortete kurz vor der 30-Minuten-Markierung, 1:1 (29.). “Außenseiter“ Kevin Poll fand mit seiner Flanke “Mitläufer“ Maurizio Berti. Spätestens seit letzter Woche firmiert Biebertal als der Standard-Spezialist der Klasse. Jene Etikettierung scheint nicht bis nach Annerod gekommen zu sein. Denn nach einem Eckball kam Luca Paul Bolz am zweiten Pfosten an den Ball. Einfaches Spiel in einer ansonsten schweren Partie – 2:1.

TSV Langgöns II - SV Annerod     0:1

Albert Horn traf in der 70. Minute zur Führung. Es blieb dabei. Dies hatte mehrere Faktoren. Zum einen konnte die zweite Garde des TSV Lang-Göns nicht so recht, zum anderen wollte der SV Annerod einfach auch nicht mehr viel investieren, beschränkte sein Tun effizient und effektiv auf die Defensivarbeit. Davor war es ein Duell mit vielen Zweikämpfen, mehrheitlich im Mittelfeld geführt. Wenige Offensive-Akzentuierungen, viel Leerlauf.

SV Annerod - TSV Allendorf Lahn     2:2

Annerods punktuelle Dürrephase hält an. Auch, weil Benjamin Weber aufseiten der Gäste spielte: Zweimal stach er (37., 46.); zweimal profitierte er von etwas laschem Deckungsverhalten und defizitärer Kommunikation. Annerod zeigte Moral, kämpfte. Löblich. Lukas Boven forcierte den Glauben /54.), Haris Demirovic belohnte ihn (66.). Ein verdientes Remis.

TSG Wieseck II - SV Annerod     1:6

Annerod spielte an diesem Tag einfach besser. Wieseck war insbesondere in der Defensive zu unaufmerksam, mitunter überfordert. Unsauberen Aktionen auf ein gutes Pressingspiel der Gäste folgten saubere Angriffe des Favoriten. Zudem: Ein forciertes Flügelspiel im Vergleich zu den vergangenen Wochen. Maurizio Berti gelang schnell das 1:0 (6.), Florian Siebert (30.) und Denis Yilmaz erhöhten noch vor der Pause (30., 39.). Yilmaz ließ Treffer Nummer vier und fünf für die Gäste folgen; es waren seine Tore Nummer zwei und drei (69., 81.). Björn Schmitt schraubte auf 6:0, ehe Daniel Pitz (89.)ein kleiner kosmetischer Eingriff gelang.

SV Annerod - ASV Giessen     2:1

Zwei Elfmeter prägten die erste Hälfte: Da ASVler Murat Gedik (6.) seinen verwandelte, Annerods Tim Backs (24.) aber nicht, führten die Weststädter zur Pause mit 1:0. Nach dem Wechsel drehte der SVA auf und kam nach vier Minuten durch Denis Yilmaz zum 1:1-Ausgleich. Nach weiteren Großchancen brachte Kevin Poll (60.) die Lohwasser-Truppe verdientermaßen mit 2:1 in Front. Da Lukas Boven nur neun Minuten später einen weiteren Anneröder Elfer neben das ASV-Gehäuse setzte, blieb es spannend. In Unterzahl (gelb-rote Karte gegen Cüneyt Kiziltoprak, 70.) gelang den Gießenern der Ausgleich aber nicht mehr.

FSG Villingen/Hungen/Nonnenroth - SV Annerod     3:4

Beide Teams rangieren auf Mittelfeldplätzen. Nach vorne ist der Zug schon abgefahren. Und auch in Sachen Abstieg wird der Zug, um im Bild zu bleiben, nach aktuellem Stand nicht an den Bahnhöfen in Villingen oder Annerod halten. Wobei gerade Villingen in höchster Alarmbereitschaft sein sollte. Nur zwei Punkte trennt sie vom ersten potenziellen Abstiegsrang. Das Gute vorab: Beide Mannschaften zelebrierten tollen Fußball. Viele Offensivaktionen, offenes Visier, sieben Tore. Nach Abstiegskampf sah das mitnichten aus. Maurizio Berti (7.) traf früh, Denis Yilmaz zog noch schnell nach (10.). Doch Villingen ließ sich nicht aus der Bahn werfen. Sie reagierten beeindruckend unbeeindruckt. Philipp Münch (27.) und ein Eigentor von Gästetorwart Jason Weiss (41.) sorgten für ein Remis zur Pause. Berti erzielte die neuerliche Führung für die Gäste sieben Zeigerumdrehungen nach Wiederbeginn. Doch Villingen rackerte –und glich erneut aus. Florian Schneider ließ 13 Minuten vor Ultimo ganz Villingen jubeln. Doch Robin Kessler gab den Spielverderber; 3:4.

SV Annerod - SG Trohe / Alten Buseck II     5:1

Wenn man jedes Spiel auf die Fresse kriegt...“ Annerods Pressesprecher Andreas Reuters sprach es aus. Salopp und geradeheraus. Wer war gemeint? Die SG Trohe/Alten-Buseck II, mit acht Punkten eigentlich schon abgestiegen. Woche für Woche attestieren die Vereinsvertreter der anderen Teams der SG eine tolle Moral. Doch was bringts, wenn die punktuelle Dürreperiode kein Ende findet? Auch gestern nicht.

So geschah es. Falk Ehrenspeck flankte an den langen Pfosten, wo Maurizio Berti ungedeckt, weil unentdeckt die frühe Führung erzielen konnte. Ein Sinnbild für das gesamte Spiel. Nach einem in Perfektion praktizierten Forechecking stand es 16 Minuten später 2:0. Erneut assistierte Ehrenspeck, diesmal stand Denis Yilmaz im Zentrum blank. Es ging wieder zu einfach. Robin Kessler ließ wenige Minuten nach Wiederbeginn ein Tor zum Zungeschnalzen und Händeklatsche folgen, als er nach einer starken Vorteilsauslegung des Schiris aus 20 Metern den Ball in den Winkel setzte (48.). Berti erhöhte die Distanz um Nuancen, als er einen Freistoß aus 22 Metern sehenswert im Tor untergebracht hatte. Nicht weniger ansehnlich war Haris Demirovics Treffer zum 5:1 (72.). Ein Dropkick. Herbert Rau war für die Gäste erfolgreich (4:1). Dazu verschoss Paul Meier kläglich einen Elfmeter; er verfehlte das Tor um zwei Meter.